„Unsere Evie“ von Pia Huf

Evie: ihr Markenzeichen, die seitlich heraushängende Zunge

Wo fange ich am besten an…?
Am besten ganz am Anfang und damit dem Grund, warum wir einen Hund aus dem Tierschutz adoptieren wollten.
Wir, das heißt mein Partner und ich, wollten schon sehr lange einen eigenen Hund. Da aufgrund unserer Arbeit kein Welpe in Frage kam und wir einem Hund, welcher bisher wenig Glück im Leben hatte, ein schönes Leben bieten wollten, entschieden wir uns, einen Hund aus dem Tierschutz zu adoptieren. Wir schauten über diverse Seiten im Internet immer wieder, welche Hunde ein Zuhause suchten. Nach einiger Zeit fanden wir die Anzeige, welche Evie beschrieb. Eine wunderschöne Hündin und eine interessante Beschreibung ihres Charakters. Die Anzeige sprach uns an und ich schrieb einfach mal ein paar Worte zu uns und warum wir Evie kennenlernen wollten. Schnell bekamen wir eine Antwort und durften Evie kennenlernen. Ich war nervös. Wir hatten vorher noch nie eine Pflegestelle besucht, aber Cindy begrüßte uns sehr freundlich. Evie war als einziger Hund im Haus, Cindy’s vier andere Hunde waren im Garten, sodass ein persönlicheres Kennenlernen möglich war. Wir hatten sofort das Gefühl, dass sich Evie sehr freute. Sie kam erst ein wenig vorsichtig auf uns zu, taute nach dem ersten Beschnuppern aber auf. Sie wedelte mit dem Schwanz, begutachtete uns hechelnd mit ihren wunderschönen warmen braunen Augen und seitlich heraushängender Zunge (ihrem Markenzeichen). Wir verguckten uns beide schnell in sie. Sie liebte es von Anfang an gekrault zu werden – eine richtige Schmusebacke! Wir entschieden uns also für Evie. Nachdem die Vorkontrolle stattgefunden hatte, durften wir Evie abholen. Bei der Ankunft in unserer Wohnung musste sie erstmal alles genau erkunden und beschnüffeln. Die erste Nacht wurde sehr schlaflos. Evie war sehr unruhig und reagierte sehr aufgeregt auf jedes kleine Geräusch. Die darauf folgenden Nächte wurden immer besser. Am ersten Tag gingen wir eine große Runde zur Trave. Evie liebt Wasser einfach (und Schlammlöcher :)). Anfangs bellte sie immer bestimmte Männer an. Wir mussten erstmal herausfinden, dass es wohl an der Mütze und/oder dem Gehstock/Regenschirm/etc. lag, auch andere Dinge machten ihr Angst. Das Gehen an der Leine ohne zu ziehen musste geübt werden und üben wir immer noch. Inzwischen ist Evie nicht mehr ängstlich, allerdings zeigt sich nun ihr Jagdtrieb- das Anbellen von Bussen, Fahrradfahrern, Joggern und natürlich Tieren steht an der Tagesordnung. Das bedeutet jeden Tag Training mit ihr. Warum ich auch das erwähne? Ich denke jeder, der überlegt einen Hund zu adoptieren, sollte wissen, dass evtl. viel Arbeit ansteht. Gerade wenn der Hund aus dem Tierschutz ist. Niemand weiß, was der Hund erlebt hat. Das soll nicht bedeuten, dass wir etwas bereuen. Niemals werden wir bereuen Evie adoptiert zu haben. Evie ist ein toller Hund. Sie ist so verschmust und sucht immer unsere Nähe. Sie liebt es, mit anderen Hunden zu spielen, nie gibt es Streit mit anderen Hunden. Im Umgang mit anderen Menschen ist sie absolut rücksichtsvoll. Inzwischen haben wir einen weiteren Hund aus dem Tierschutz und denken darüber nach, als Pflegestelle zu dienen. Die Vermittlung über friends4romanianpaws war unkompliziert und schnell. Also nur zu empfehlen.